Direkt zum Inhalt

🕊️ Teil 25: Besuch im Bestattungswald Alt Madlitz

Ein Ort der Ruhe, Erinnerung und Natur

Am Dienstag durfte ich den Bestattungswald Alt Madlitz besuchen. Begleitet wurde ich von Elsa Schwarz, Trauerbegleiterin und Leiterin des Bestattungswaldes, die mich durch den Wald führte und mir das besondere Konzept dieses Ortes näherbrachte.

Abschiedsort für Trauerzeremonie aus Holz und Wolle
Ein schöner Abschiedsort aus Holz und Wolle. geschützt vor Wind & mit offenen Blick in die Baumkronen.

 Schon nach wenigen Schritten wird deutlich, dass dieser Wald weit mehr ist als eine alternative Bestattungsstätte.

Hier stehen Ruhe, Naturverbundenheit und ein würdevoller Umgang mit Erinnerung und Trauer im Mittelpunkt.

Besonders angenehm empfand ich Elsas ruhige, herzliche und einfühlsame Art.

Man merkt schnell, mit wie viel Leidenschaft sie Menschen auf ihrem Weg begleitet und wie viel ihr dieser besondere Ort bedeutet.

der 2. Abschiedsort in einer offenen Gestaltung

Beeindruckt haben mich die naturnah gestalteten Grabstätten. Statt klassischer Grabsteine kennzeichnen schlichte Holzpflöcke mit einer Schiefertafel die Ruhestätten. Dort kann der Name des Verstorbenen eingraviert werden. Die biologisch abbaubaren Urnen, mit Moos bedeckte Grabstellen sowie Erinnerungsstücke aus Holz und anderen nachhaltigen Materialien fügen sich harmonisch in die Umgebung ein.

Besonders schön fand ich, dass sich an vielen Grabstätten Bänke befinden.

Sie laden Angehörige dazu ein, in Ruhe zu verweilen, Erinnerungen nachzugehen oder einfach einen Moment der Stille mitten in der Natur zu genießen.

 

 

Während des Rundgangs zeigte mir Elsa auch den Trauerbriefkasten.

Hier können Angehörige Briefe, Gedanken und Botschaften an ihre verstorbenen Liebsten hinterlassen

– eine sehr berührende Idee.

Ein weiterer besonderer Bereich im Bestattungswald ist ein Wegabschnitt, der dem sogenannten Trauermonster gewidmet ist. Auf mehreren liebevoll gestalteten Holztafeln begleitet das Trauermonster den Jungen Bernd durch seine Trauer und erklärt auf einfache, verständliche Weise, was Trauer mit uns macht.

Die Geschichte zeigt, dass Trauer manchmal schwer, manchmal tröstlich und oft ein langer Begleiter sein kann. Besonders für Kinder, aber auch für Erwachsene, entsteht dadurch ein behutsamer Zugang zu einem Thema, über das häufig nur schwer gesprochen wird.

Mich hat diese Idee sehr beeindruckt. Die Tafeln laden zum Innehalten und Nachdenken ein und zeigen, dass im Bestattungswald Alt Madlitz nicht nur an die Verstorbenen gedacht wird, sondern auch an die Menschen, die mit ihrer Trauer leben müssen.

Mein Besuch im Bestattungswald Alt Madlitz hat mir gezeigt, wie schön und natürlich ein Ort des Erinnerns gestaltet werden kann. Hier entstehen keine starren Grabreihen, sondern lebendige Erinnerungsorte mitten in der Natur. 🌲🕊️💚

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, dem kann ich die regelmäßig stattfindenden Waldführungen nur empfehlen. Sie bieten die Möglichkeit, diesen besonderen Ort kennenzulernen und sich in aller Ruhe über die verschiedenen Bestattungsformen und Angebote zu informieren.

Weitere Informationen findet ihr unter:
www.bestattungswald-altmadlitz.de

📸 Die Fotos in diesem Beitrag entstanden während meines Besuchs am 16. Juni 2026 und zeigen einige der besonderen Eindrücke aus dem Bestattungswald Alt Madlitz.

Schreibe den ersten Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert